Uhrwerk

Uhrwerk; Foto: Maurice Lacroix

Mechanische Uhr, Quarzuhr – welches Uhrwerk darf es sein?

Handaufzug

Bei der Handaufzug Uhr wird von Hand über die Krone die Zugfeder der Uhr aufgezogen. Im Regelfall muss dies einmal täglich erfolgen. Bei einigen Modellen, die einen höheren Energiespeicher (Federhaus) haben, ist eine längere Laufzeit möglich.

Automatik Uhren

Bei den Automatik Uhrwerken übernimmt eine Schwungmasse den Aufzug. Durch die Armbewegung des Trägers wird diese Schwungmasse in Rotation versetzt und die entstehende Energie über ein Getriebe auf die Zugfeder übertragen. Diese Uhren haben eine Gang Reserve, d.h. bei Vollaufzug beträgt die Laufzeit ohne Uhrbewegung ca. 36 Stunden. Auch hier gibt es einige besondere Uhren, die aufgrund modifizierter Werke eine längere Laufzeit bereitstellen können. Wenn Automatik Uhren über längere Zeit nicht getragen wurden und stehen geblieben sind, können sie zum Aktivieren über die Krone von Hand aufgezogen werden.

Unabhängig vom Uhrwerk bieten mechanische Uhren den Vorteil, dass die Uhren auch nach längerer Liegezeit sofort wieder aktiviert werden können.

Quarzuhren

Quarzuhren beziehen zum überwiegenden Teil ihre Energie aus Batterien, die nach längeren Zeiträumen erneuert werden müssen. Die Ganggenauigkeit ist bei diesen Uhren höher als bei mechanischen Uhren.

Einige Hersteller haben auch Quarzuhren im Programm, die keine Batterien benötigen. Bei diesen Autoquarz Uhren (auch Ecodrive oder Kinetik) übernimmt ähnlich wie in der automatischen Uhr eine Schwungmasse die Aufgabe der Energiegewinnung. Ein Akku gespeichert diese und gibt sie an das Quarzwerk ab.

Solaruhren

Ebenfalls keine Batterie benötigen Solaruhren. Hierbei erhält das Quarzwerk die Energie über einen Akku, der über eine Solarzelle geladen wird.

Funkuhren

Eine Besonderheit bei Armbanduhren ist die Funkuhr. Diese Uhren, die als Energielieferant entweder eine Batterie oder Solarzelle haben, laufen die längste Zeit des Tages als Quarzuhr. In der Nacht schaltet sich ein Zeitsignal Empfänger ein, vergleicht die angezeigte mit der gesendeten Zeit und korrigiert sie gegebenenfalls. Auch das Umstellen der Uhr auf Sommer- bzw. Winterzeit geschieht automatisch. Das Zeitsignal wird über den Sender DCF77 verteilt und kann im Umkreis von ca. 1000 Kilometer um Mainhausen bei Frankfurt empfangen werden. Außerhalb dieses Umkreises funktioniert die Uhr im Regelfall als Quarzuhr ohne Korrektur. Eine Ausnahme ist die 2012 von einem japanischen Hersteller entwickelte Uhr, die ein GPS System als Zeitgeber hat und sich so weltweit auf die exakte Uhrzeit einstellt.